Kritik an Volksbegehren für G9

Saarbrücken 05.10.2017 – Die Jungen Liberalen Saar äußern sich kritisch gegenüber dem Volksbegehren für G9. Der Jugendorganisation fehlt sowohl die Möglichkeit für Wahlfreiheit an den Schulen einzutreten, als auch das Einbinden der Schüler selbst in die Abstimmung.

 

Durch eine Elterninitiative wird aktuell die Wiedereinführung des neunjährigen Abiturs im Saarland gefordert. Deshalb haben wahlberechtigte Saarländer und Saarländerinnen nun die Möglichkeit für eine Rückkehr zum neunjährigen Abitur zu unterschreiben. Darin sehen die Jungen Liberalen allerdings bereit das erste Problem. „Ich kann den Wunsch einiger Eltern zum neunjährigen Abitur zurückzukehren durchaus verstehen. Tatsache ist allerdings, dass die Schüler, die eigentlich betroffen sind, hier gar nicht gefragt werden. Durch das Wahlrecht ab 18 entscheiden hier nur Personen entscheiden, die gar nicht mehr selbst eine Schule besuchen. Jugendliche sollten selbst bestimmen dürfen, in welcher Zeit sie Abitur machen“, kritisiert der Landesvorsitzende der JuLis Saar Julien Simons.

 

Die fehlende Möglichkeit der Schüler und Schülerinnen frei zu entscheiden führt zum nächsten Kritikpunkt der Jungen Liberalen. „Nicht alle Schüler sind gleich. Während die einen durchaus problemlos in der Lage sind die Abiturprüfung nach acht Jahren zu absolvieren, benötigen andere mehr Zeit. Deshalb sollte auch jeder individuell entscheiden können nach wie vielen Jahren er Abitur machen möchte. Einen ständigen Wechsel zwischen den beiden Systemen hingegen, halte ich nicht für sinnvoll.“ so Simons weiter.

Die aktuelle Möglichkeit an einer Gemeinschaftsschule oder einem Oberstufengymnasium Abitur zu machen zählt für die JuLis Saar nicht als Wahlfreiheit, da es sich hier um grundlegend verschiedene Schulsysteme handle, die nicht mit dem Gymnasium zu vergleichen seien.

 

Neben der Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 fordern die Jungen Liberalen Saar zudem auch das Wahlrecht ab 16 bei Landtagswahlen.