Junge Liberale Saarland kritisieren WELT-Artikel

– In einer progressiven Gesellschaft ist für Stigmatisierung und Intoleranz kein Platz –

Saarbrücken, den 03.06.2022 – Pünktlich zum Pride Month, dem Monat in dem die Regenbogenflaggen gehisst werden und deutschlandweit zehntausende Menschen anlässlich der Christopher Street Days für Sichtbarkeit und Akzeptanz alternativer Lebensentwürfe auf die Straße gehen, wirft eine Gruppe von rund fünf Wissenschaftlern in einem offenen Beschwerdebrief samt Gastbeitrag in der „Welt“ dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor, Kinder „sexualisieren und umerziehen“ [mittlerweile lautet die Schlagzeile: „Indoktrinieren“] zu wollen. In einigen Sendungen, unter anderem der „Sendung mit der Maus“ werde „die wissenschaftliche Erkenntnis infrage gestellt, wonach es nur zwei biologische Geschlechter gebe. In vielen Sendungen würden Wissenschaftler und Kritiker nicht gehört, sondern den „Forderungen von Trans-Lobbygruppen“ Raum gegeben, denen zufolge man das biologische Geschlecht wechseln könne, indem man sich sozial schlicht als dieses Geschlecht ‚identifiziere'“.

Dazu der stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Saarland, Danny Marlon Meyer:
„Bei den Verfassern handelt es sich keineswegs um Experten des Themengebiets. Erkennbar daran, dass diese die Diskrepanz von biologischem und sozialem Geschlecht (sex/gender) in Gänze ausblenden, als habe es die wegweisende Figuren der Feminismus- & Geschlechterforschung wie Judith Butler und Simone de Beauvoir nie gegeben. Die Strategie, den Nimbus der Objektivität und Seriosität der Wissenschaft zu nutzen, um willkürliche Behauptungen als wahr und richtig darzustellen ist schlicht perfide. Hier wird hingegen eigens der Versuch unternommen Kinder ideologisch auf den Kurs der Intoleranz zu bringen und Stigmata wieder aufflammen zu lassen. Dieser Artikel ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Pride Month seine politische Wichtigkeit auch heute nicht verloren hat.“